Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins:  Sag NEIN

Zur Stärkung der sächsischen Wirtschaft will Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Rüstungsindustrie im Freistaat ausbauen

Offener Brief an den Ministerpräsident im Freistaat Herr Michael Kretschmer (CDU) )

Ministerpräsident Michael Kretschmer
Sächsische Staatskanzlei
Archivstraße 1
01097 Dresden

                                                                                                                                                                    Bautzen den 29.09.2025

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, guten Tag Herr Kretschmer 

Beginnen möchten wir unseren offenen Brief an Sie, mit den Worten die Wolfgang Borchert 1947, nach dem verheerenden Weltkrieg, der so unendliches Leid für die Menschheitsfamilie brachte, fand.

„Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen

befehlen, du sollst statt Puder und Kakao

Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir

morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod

erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es

nur eins:

Sag NEIN!

Du. Mann an der Maschine und Mann in der

Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du

sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe

mehr machen - sondern Stahlhelme und

Maschinengewehre, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!“

Hinzufügend möchten wir Ihnen heute sagen:

„Du. Ministerpräsident von Sachsen und du Vater 

von Kindern. Wenn sie dir morgen befehlen, du

sollst keine Straßenbahnen und keine Doppelstockwagen

mehr bauen - sondern Panzer, Kanonen 

und Haubitzen, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

Denn diese Panzer, Kanonen und Haubitzen werden dazu beitragen, dass die Menschheitsfamilie wieder in einem verheerenden Weltkrieg geführt wird, der wieder unendliches Leid für die Menschheitsfamilie bringen wird.

Noch nie haben immer mehr Waffen Frieden geschaffen. Schon immer bedeutete die Produktion von Waffen einfach nur Tod und Verbrechen an der Menschlichkeit. Wir möchten an Sie appellieren, auch an ihr christliches Gewissen machen Sie uns Sachsen nicht zu Kriegsgewinnlern und zu Handlangern des Todes. 

Setzen sich dafür ein, unseren Kindern und Enkelkinder Perspektiven für ihr Leben aufzuzeigen. Setzen Sie sich dafür ein, dass das Vermögen des Volkes nicht für den Rüstungswahnsinn verschleudert wird und den zukünftigen Generationen ein Erbe hinterlassen wird, welches sie in Armut stürzen wird und ihnen Steuerlasten in Milliarden Höhe hinterlässt. 

Setzen Sie sich dafür ein, dass die Schaffenskraft der Menschheit ausschließlich der zivilen Nutzung zu Gute kommt. Sagen Sie NEIN zu Rüstungswahn und der Militarisierung unseres Landes. Sagen Sie  JA  zu Frieden und Diplomatie.

Wir glauben an die Kraft des Dialogs und der Zusammenarbeit, um Konflikte zu lösen und eine bessere Welt für kommende Generationen zu schaffen. Wir stehen für die Vision eines menschlichen und friedlichen Europas, gegen Musterung, Wehrpflicht, Aufrüstung, Militarismus und Krieg für mehr Menschlichkeit, Zusammenarbeit und Frieden.

„Frieden schaffen ohne Waffen“ und „Schwerter zu Pflugschaaren“ sind die richtigen Antworten auf die Fragen dieser Zeit.

Schon vor über 40 Jahren, am 25. Januar 1982, veröffentlichte dazu der Dissident Robert Havemann und der oppositionelle Pfarrer der Berliner Samaritergemeinde Rainer Eppelmann den  "Berliner Appell – Frieden schaffen ohne Waffen". Schon damals wurde von den beiden Verfassern, in acht Punkten die Grundlagen einer dauerhaften Friedensordnung eingefordert. Um diese umzusetzen, sei es notwendig, alle Atomwaffen aus Europa zu verbannen sowie beide deutsche Staaten zu entmilitarisieren und aus den sich gegenüberstehenden politischen Blöcken herauszulösen. Darüber hinaus sollten militaristische Propaganda verboten und der Wehrkundeunterricht abgeschafft werden.

Genau das wäre heute der richtige Weg in der Ukraine, für Deutschland und der Welt. 

Wir die „Opas gegen Krieg“ stellen uns aktiv gegen alle aktuellen Diskussionen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, den Ausbau der Rüstungsindustrie, der Militarisierung von Bildung, Hochschulen und Gesundheitswesen sowie die Kürzung von Investitionen in Soziales, Klima und Entwicklungshilfe für die militärische Aufrüstung. Wir fordern eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.

Wir sagen NEIN zu allen Kriegen und lehnen Kriegspolitik und Militarisierung unserer Gesellschaft ab. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern der Dialog und die Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung und unserer Landesregierung:

  • Stopp des Hochrüstungskurses! Stattdessen Abrüstung für Soziales, Bildung, Gesundheit, Kultur und den Schutz der Umwelt!
  • Stopp dem Ausbau der Rüstungsindustrie in Deutschland  
  • Keine Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen!
  • Nein zur Wehrpflicht!
  • Keine Waffenlieferungen und Rüstungsexporte an die Ukraine, Israel und in alle Welt!
  • Stopp der Militarisierung der Gesellschaft! Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit!
  • Keine „Staatsräson“, die die völkerrechtswidrige Kriegs-, Entrechtungs-, Enteignungs-, Besatzungs- und Vernichtungspolitik Israels rechtfertigt!
  • Nein zu Wirtschaftssanktionen, die nicht von den UN beschlossen wurden, sie sind völkerrechtswidrig!
  • Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind!
  • Den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag!

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, 

wir fordern Sie auf, Sachsen wieder funktionstüchtig, aber nicht „kriegstüchtig" zu machen. Ihre Aufgabe für die Zukunft sollte es sein, den Freistaat Sachsen wieder "bildungstüchtig und verkehrstüchtig“ zu machen  und die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, damit zivile sächsische Unternehmen wieder „wettbewerbstüchtig"  sein können. 

Wir wollen ohne Rüstung im Frieden und Wohlstand leben. Setzen Sie sich für eine Politik der Deeskalation, Diplomatie und Entspannungspolitik in der Landes- und Bundespolitik ein und fordern Sie die von ihrer Partei geführte Bundesregierung auf, die Aufrüstung, Wehr- und Kriegspolitik in Deutschland zu stoppen. Fordern Sie den Einsatz der Bundesregierung für ein schnelles Ende der Kriege in Europa, im Nahen und Mittleren Osten.

Wir wollen ein selbstbestimmtes Leben ohne Hunger und Krieg für alle Menschen der Menschheitsfamilie!

 

 

Mit friedlichen Grüßen

 

Mario Groebe

Opas gegen Krieg

www.opasgegenkrieg.net

 

 

Wir suchen den Schulterschluss mit allen kriegsverachtenden Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen.

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